Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr

Was die VOD tut

  1. Die VOD verfolgt die Verkehrs­sicherheits­strategie Vision Zero:

Kein Todesopfer und keine schwere Verletzung im Straßenverkehr. Das Verkehrssystem muss so gestaltet sein, dass menschliche Fehler nicht tödlich enden.

Ein besonderer Schutz muss den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden gelten. Für die Sicherheit von Kindern bedeutet das u.a.:

  • sichere Querungsmöglichkeiten
  • Tempo 30 innerorts
  • geschützte Fuß- und Radwege
  • Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden

Politik, Ingenieure und jeder und jede Einzelne sind gefordert. Die VOD bringt die Perspektive von Unfallopfern in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit ein. Denn jede Zahl in der Statistik bedeutet ein Kind, eine Familie, ein Leben.

  1. Best Practice: Die „Dank- und Denkzettel“-Aktion

Bei der Dank- und Denkzettelaktion, an der sich die VOD im Juni 2025 in NRW beteiligt hat, gehen Kinder gemeinsam mit Polizei und Erwachsenen an Straßen rund um Schulen und Kitas. Sie achten darauf, wie sich Autofahrende verhalten - und verteilen kleine Zettel:

  • Dankzettel für Rücksicht, langsames Fahren, freundliches Verhalten
  • Denkzettel wenn jemand zu schnell fährt, im Halteverbot steht oder Wege versperrt

So erleben Kinder: Meine Sicherheit ist wichtig. Meine Stimme zählt. Und Erwachsene merken: Kinder sind da – ich trage Verantwortung.

  1. Verkehrserziehungs-Videos mit Brunella

Ein Filmprojekt der VOD zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder im Elementarbereich. Der Film wurde produziert durch Michael Heß, mh-Konzept Bonn. Das Projekt wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 vorgestellt und bundesweit eingesetzt werden können.

Zugrunde liegen Geschichten aus drei Vorlesebüchern, die in den Kitas von Mecklenburg-Vorpommern (durch die dort besonders engagierte Landesverkehrswacht) bereits verwendet werden und bei Kindern und Eltern außerordentlich beliebt sind. Es sind sogenannte Kniebücher. Die Erzieher/innnen können das Buch auf ihre Knie legen, daraus vorlesen, und Kinder sitzen auf dem Boden zu ihren Füßen und schauen sich die jeweils passenden Illustrationen an. Oder die Erzieher/innen stellen es als Dreieck auf den Tisch, während sie lesen.

Um noch mehr Menschen zu erreichen, wird in Ergänzung zu den Büchern der Inhalt für Kinder filmisch-visuell aufbereitet und soll alsbald durch die VOD z. B. über die Polizeien der Länder (in der Verkehrserziehung), in Kindergärten und Grundschulen vermittelt werden.

  1. Wenn doch etwas passiert – Hilfe für Kinder und Familien

Ein Verkehrsunfall ist eine enorme Belastung – für Kinder und für Eltern. Auch wenn äußerlich „alles in Ordnung“ scheint, können seelische Folgen bleiben: Angst, Schlafprobleme, Vermeidung von Verkehrssituationen oder starke Unruhe.

Die VOD lässt Unfallopfer damit nicht allein.

Wir unterstützen Betroffene

  • Orientierung nach einem Unfall
  • Informationen zu psychischen Unfallfolgen bei Kindern
  • Hinweise zu Rechten und Ansprüchen
  • Kontakte zu qualifizierten Beratungsstellen und Therapeuten/innen

Über das VOD-Hilfenetzwerk und den Hilfefinder finden Familien schneller passende Unterstützung in ihrer Nähe.

Die Sorge der Eltern ist berechtigt. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung.

Wir hören betroffenen Familien zu (z. B. im Hilfenetzwerk) und sorgen dafür, dass ihre Erfahrungen in die Verkehrssicherheitsarbeit einfließen.

Mehr zum Hilfenetzwerk

➢ Zum Hilfefinder

  1. Verkehrs­unfall­opfer­schutz bei Kindern

Auf Bitte des IM NRW hat die VOD ein Pilotprojekt der Kreispolizeibehörde Euskirchen, die Erstellung einer Handreichung zum verkehrspolizeilichen Opferschutz bei Kindern, fachlich und finanziell unterstützt. Die Lese- und Vorlesegeschichte „Tom und Lisa und das Glückskästchen“ wird derzeit durch die Zentralstelle Evaluation (ZEVA), einer Einheit des Landeskriminalamts (LKA) NRW, die für die Planung, Durchführung und Bewertung polizeilicher Maßnahmen, Programme und Projekte zuständig ist, evaluiert, um sodann – nach wissenschaftlicher Überprüfung und ggf. Verbesserung – landesweit im Rahmen des verkehrspolizeilichen Opferschutzes eingesetzt werden zu können. Über die VOD ist eine Nutzung bundesweit vorgesehen.